FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Was ist eine Hospizgruppe?
Was ist eine Patientenverfügung?
Was ist passive Sterbehilfe?
Was ist indirekte Sterbehilfe?
Was ist aktive Sterbehilfe?
Was ist ein Palliativ- und Hospizdienst?
Was ist stationäres Hospiz?
Was heißt Palliativ?
Was sind Palliativpatienten?
Was ist eine Palliativstation bzw. ein Palliativbereich?
Was ist mit spiritueller Begleitung gemeint?
Was ist eine Hospizgruppe?
Eine Gruppe Interessierter, in unserem Fall als eingetragener Verein, rechtlich organisierte Gruppe von Menschen, die sich für die Belange Sterbender und deren Angehörigen einsetzt. Das wesentliche Element ist die ehrenamtliche Arbeit.
nach oben
Was ist eine Patientenverfügung?
Eine Patientenverfügung ist eine individuelle schriftliche oder auch mündliche Willensäußerung eines entscheidungsfähigen Menschen zur zukünftigen Behandlung im Fall der eigenen Äußerungsunfähigkeit. Sie enthält Angaben zur gewünschten Art und zum gewünschten Umfang medizinischer Behandlung, möglicherweise die Ablehnung jeglicher Behandlung in bestimmten Krankheitssituationen, meist jedoch Festlegung zum Schutz vor Übertherapie, selten vor Untertherapie.
nach oben
Was ist passive Sterbehilfe?
Passive Sterbehilfe liegt vor, wenn bei einem Todkranken, dessen Grundleiden mit ungünstiger Prognose einen nicht mehr umkehrbaren Verlauf genommen hat und der Tod in kurzer Zeit eintreten wird, die ärztliche Behandlung abgebrochen oder gar nicht begonnen wird.
Passive Sterbehilfe ist erlaubt und unter Umständen geboten.
nach oben ![]()
Was ist indirekte Sterbehilfe?
Indirekte Sterbehilfe liegt vor, wenn nicht auszuschließen ist, dass die ärztlich gebotene schmerzlindernde oder bewußtseinsdämpfende Medikation bei einem Tödlichkranken oder Sterbenden als unbeabsichtigte, aber unvermeidbare Nebenfolge, möglicherweise den Todeseintritt beschleunigt.
Indirekte Sterbehilfe ist erlaubt und unter Umständen geboten.
nach oben ![]()
Was ist aktive Sterbehilfe?
Aktive Sterbehilfe liegt vor, wenn eine gezielte, schmerzlose Tötung oder Beschleunigung des Todeseintritts vorgenommen wird. Das gilt auch im Falle einer nur geringen Lebensverkürzung und ist nach § 216 BGB auch dann strafbar, wenn der Sterbende seine Tötung ausdrücklich verlangt.
nach oben ![]()
Was ist ein Palliativ- und Hospizdienst?
Der Palliativ- und Hospizdienst Darmstadt ist die konsequente Fortführung einer Hospizinitiative und verfügt über qualifizierte Hospizhelferinnen und -Helfer, die für Betroffene und Angehörige psycho-soziale Untersützung im Trauerprozess anbieten.
Die Hospizhelferschulung wird vom Evangelischen Hospiz- und Palliativ-Verein Darmstadt e.V. durchgeführt. Die Hospizhelfer und -helferinnen erhalten Begleitung (monatlich) und Fortbildungen.
nach oben ![]()
Was ist ein stationäres Hospiz?
Das in Darmstadt geplante stationäre Hospiz ist eine von Krankenhaus- und Alten-
hilfeeinrichtung unabhängige Einrichtung mit dem eigenständigen Auftrag für Patienten mit unheilbaren Erkrankungen in der letzten Lebensphase eine palliative Versorgung
zu erbringen.
nach oben ![]()
Was heißt Palliativ?
Nach Duden: palliativ (lat. = Mantel), die Beschwerden einer Krankheit lindern,
aber nicht die Ursachen bekämpfen.
nach oben ![]()
Was sind Palliativpatienten?
Palliativpatienten sind Patienten mit einer nicht heilbaren fortschreitenden Erkrankung mit nur noch begrenzter Lebenserwartung, die an den Symptomen ihrer Erkrankung leiden. Sie benötigen eine Linderung von körperlichen Symptomen, Respekt ihrer Integrität und Würde, psycho-soziale Unterstützung sowie Angebote der spirituellen Begleitung bis zum Tod. Auch die Familie von Palliativpatienten benötigt oft Hilfe.
nach oben ![]()
Was ist eine Palliativstation bzw. ein Palliativbereich?
Die Palliativstation ist eine Abteilung in oder an einem Krankenhaus. Sie ist spezialisiert auf die Behandlung und Betreuung von Palliativpatienten. Charakteristisch für die Palliativstation ist das multi-professionelle Team aus qualifizierten Ärzten, Pflegepersonal, Sozialarbeitern, Seelsorgern und anderen Therapeuten. Ergänzt durch ehrenamtliche Hospizhelfer. Auf der Palliativeinheit können medizinisch-pflegerische, spirituelle und psycho-soziale Probleme unterschiedliche Priorität haben. Deshalb sind Kommunikation und Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung. Die Palliativeinheit arbeitet vernetzt mit medizinischen Zentren, Krankenhausabteilungen und Hausärzten, ambulanten Pflege- und Hospizdiensten, stationären Hospizen und anderen geeigneten Einrichtungen.
Ziel ist es krankheits- und therapiebedingte Beschwerden zu lindern und wenn möglich, die Krankheits- und Betreuungssituation der Betroffenen zu stabilisieren, damit sie wieder entlassen werden können.
nach oben ![]()
Was ist mit spiritueller Begleitung gemeint?
Die spirituelle Dimension in der Begleitung schwerstkranker und Sterbender und deren Angehöriger hat eine zentrale Bedeutung. Ziel der spirituellen Sterbebegleitung ist es, Patienten und Angehörige angesichts des bevorstehenden Todes, sofern von ihnen gewünscht, zu unterstützen.
Dies kann beinhalten:
- Die augenblickliche Lebenssituation mit der eigenen Glaubensgeschichte und der Biographie in Verbindung zu bringen
- Rückblicken auf die gelungenen Zeiten des Lebens ohne die Brüche auszulassen.
Das Leben gleichsam wie eine Landschaft erzählend vor sich auszubreiten.
nach oben